Gottgewollt

Armut, Gehorsam und ehelose Keuschheit: Die Schwestern von der heiligen Elisabeth stellen ihr Leben in den Dienst des Ordens und prägen seit mehr als 120 Jahren mit ihrem ordenstypischen Habit das Stadtbild von Halle. Sie waren einst mehr als 100 Schwestern. Heute sind es noch 35; die letzte Generation. Mit einer Ausstellung und einem Bild- und Interviewband porträtieren wir das Leben und den Alltag dieser letzten Hallenser Elisabethschwestern. Die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt förderte das Projekt mit zwei Arbeitsstipendien.  www.gottgewollt.com

Fotografie: Marco Warmuth //Interview & Text: Tina Pruschmann //Buchgestaltung: Susanne Weigelt //2019 Mitteldeutschen Verlag


Online-Lesung im Rahmen des Projekts „Komm! Ins Offene“ des Sächsischen Literaturrats.

 

PRESSE

„Im Stadtbild Halles fallen die Nonnen natürlich durch ihre Schwesterntracht auf, wer jedoch über die Jahre genauer hingeschaut hat, stellt fest: Es werden immer weniger, der Nachwuchs fehlt ganz – und irgendwann wird sich in Halle die Dependance der Schwestern auflösen. Noch ist es jedoch nicht soweit! Der Fotograf Marco Warmuth und die Soziologin Tina Pruschmann ergriffen die Gelegenheit und haben ein Fotobuch über die Schwestern gemacht. Sehr sehens-und lesenswert, wie Ulrike Thielmann findet.“ MDR Kultur „Religion und Gesellschaft“ vom 8. März 2020


„Warmuths Fotos sind eine sehr lebendige Auswahl aus über 2.500 Aufnahmen, die in dieser Zeit entstanden sind, und in denen er die porträtierten Ordensschwestern an ihrem Arbeitsort, manchmal auch in ihren Zimmern fotografiert hat. Manchmal auch beim fröhlichen Luftballonsteigenlassen, wenn sie Ballons mit Segenswünschen für die neugeborenen Kinder in den Himmel schicken. (…) Tina Pruschmann ist es augenscheinlich gelungen, diese zurückhaltenden Schwestern dazu zu bringen, auch über manche Dinge zu reden, die sie sonst eher mit sich allein oder im Zwiegespräch mit Gott ausmachen.“ Ralf Julke, LEIPZIGER INTERNETZEITUNG, Rezension lesen


„Herausgekommen ist ein Band, der das außergewöhnliche Leben dieser markanten Frauen lebhaft und authentisch vor dem Auge des Lesenden erstehen lässt. Vom Grundimpuls der Gemeinschaft, bedürftige Kranke unentgeltlich zu pflegen – inspiriert von der heiligen Elisabeth von Thüringen –, bis hin zum Geschick so vieler Orden heutzutage, die mit Nachwuchsmangel konfrontiert sind: all das kommt im Buch zur Sprache, und doch stets rückgebunden an den je eigenen Lebensweg jeder Schwester, die überraschend unterschiedlich ausgefallen sind. Was bedrückt, ist: die Schwestern wissen, dass sie zumindest in Deutschland die letzte Generation ihrer Gemeinschaft sind. Tröstlich hingegen das Ja zu dieser Lebensform, das trotz der fehlenden Zukunft in vielen Farben berührend aufscheint.“ Johannes Bernhard Uphus, MAGNIFICAT, Rezension lesen


„Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth wird auf 317 Seiten porträtiert – mit soviel Hingabe, Empathie und Zuneigung, dass man beim Lesen und Schauen das Gefühl hat, die 18 Schwestern tatsächlich in ihrem Alltag zu begleiten, ihnen gegenüberzusitzen und mit ihnen zu reden.“ Garnet Manecke, KIRCHENZEITUNG AACHEN, Rezension lesen 


Interview bei Radio Maria Schweiz: „Ich hatte immer das Gefühl, das die Entscheidung so zu leben, den Frauen eine große innere Freiheit ermöglicht.“